[Impulse/Reisen] Inspiration aus Rom: Mein Heim - mein Tempel. (Zusatzartikel)

29. Juli 2019

Mein Zuhause ist ein (mir) heiliger Ort. Mein eigener Tempel.

Das wurde mir bewusst als ich durch den Vestalinnen-Tempel in Rom schritt mit seiner bepflanzten Teichanlage in der Mitte. Feine und Schöne Energien herrschen hier, selbst bei 40° Außentemperatur zieht dieser Ort noch magisch an. Die Vestalinnen waren in Rom für die Aufbewahrung wichtiger Dokumente und Heiligtümer verantwortlich, denn ihr Tempel durfte von fast niemandem betreten werden. Vor allem aber brannte hier das heilige Herdfeuer der Vesta. Die römische Göttin Vesta entspricht der griechischen Hestia. Sie ist die Hüterin des ewigen Lichts, des heiligen Feuers und die Göttin über Heim und Herd. Die Vestalinnen hüteten das Feuer und sie vollzogen die Jahresvorhersage durch das Feuer. Sie entzündeten es jedes Jahr zum 1. März, dem damaligen Jahresbeginn durch das Bohren in das Holz eines fruchttragenden Baumes. Ließ sich das Feuer nicht entzünden, prophezeite dies Unglück für das Jahr.

Die Überbleibsel des Vestalinnen-Tempels strahlen auch heute noch aus, dass er seinen Bewohnerinnen ein heiliges Heim des Friedens und der Harmonie war. Das Feuer steht bei ihnen nicht für ungezügelte Antriebskraft, sondern für den weiblichen Aspekt des Zündfunkens, für die Inspiration, die nährende Notwendigkeit der Wärme und die Magie des Lichts. Hier wird das Erdinnere transformiert. Dass der Tempel des Feuers von einer Teichanlage geprägt ist, schafft den Ausgleich. Auch damals durfte der Tempel nur durch fließendes Wasser aus einer Quelle gereinigt werden. Im Vestalinnen-Tempel kommen wir in Berufung mit der Ur-Weiblichkeit, dem inspirierenden und schützenden Aspekt.

In diesem Tempel freute ich mich auf meinen eigenen Tempel, mein Zuhause. Egal wo ich gewohnt habe, mein Heim war mir tatsächlich immer ein Tempel und so bin ich auch damit umgegangen. Zwar gehört auch das Chaos zu meiner Natur und so hat man bei mir niemals ein karg gestaltetes oder fein aufgeräumtes Heim vorgefunden (eher ein lebendiges), doch immer einen Ort des Friedens. Besonders in meinen letzten Zwei Heimen, der Parkstraße in Kranichstein und dem Westkorso in Bad Oeynhausen, habe ich mein Zuhause als Friedens- und Inspirationstempel empfunden.

Wer hierher kommt, sagt immer er fühle sich direkt wohl und heimisch. Wer besonders empfindsam ist und sein Gefühl in Worte fassen kann, sagt oft "Die Energie hier ist super!" Das liegt wahrscheinlich nicht nur an mir, sondern auch an der Wohnung an sich, die ihre eigene Ausstrahlung besaß, weshalb ich sie als meine gesunde Basis wählte. Und wir zusammen sind ein gutes Team. Wer hierher kommt, bleibt oft lang. Wer hierher kommt, hat viel zu sehen, denn es gibt nichts in meiner Wohnung, das keine Geschichte in sich trägt. Mein kleines und beschauliches Heim birgt so viele kleine, inspirierende Schätze. Die Wände sind geschmückt mit Bildern, Gedichten, und gesegneten Gegenständen, die Menschen mir durch die Jahre schenkten. Dazu addieren sich ein paar persönliche Gegenstände, magische Objekte und meine Büchersammlung. Mein Heim ist hell. Der Blick geht ins Grüne.

Mein Musentempel der Zukunft

Fünf Jahre habe ich in einer Blockartigen Stadtwohnung an einer Hauptstraße gewohnt, das hat mir nicht gut getan. Ich bin dankbar für diese Erfahrung, denn ich habe den Vergleich. Ich brauche die Lautstärke nicht, den Dreck, die Hektik, den Beton. Ich bin ein Mensch in der Welt, ein Wesen der Natur. Ich liebe das Licht und die Natur und bin von ihnen nicht gern abgegrenzt. Trotz unseres modernen Wandels, den ich gern miterlebe und auch nutze, finde ich mein Glück in allem, was mich in die Natur führt, nicht von ihr weg. Bin ich davon umgeben, ist mir das ein wichtiger Grundstein für mein Wohlgefühl. Und mein Wohlgefühl ist der wichtigste Grundstein für das, was ich zu geben imstande bin.

So ist es ganz logisch, dass ich, seitdem mein Wohnbereich mein Tempel wurde, ich in diesem Tempel viel mehr gebe und empfange. Hier bete ich, hier spreche ich meine guten Wünsche für all die Menschen, die mir begegnen. Hier besinne ich mich auf meine Aufgaben. Hier horche ich in mich hinein und wandle auch in meinem inneren Tempel. Hier singe und tanze ich. Hier schreibe ich. Hier ruhe ich. Hierhin lade ich unter bestimmten Bedingungen ein. Und natürlich ist dies auch mein heiliger Tempel für die Musenzeit.

Vom Feuer Feuer.

(Es war gestattet an jedem Feuer auch sich selbst ein Feuer zu entzünden).

CICERO

Ob dein Heim dir schon dein Tempel ist oder nicht, vergiss nicht, dir selbst dein Tempel zu sein. Ein Ort des Friedens und der Lebendigkeit. Pflege deine Heiligtümer. Öffne deine Türen und Fenster für die Menschen, die zu dir strömen in Freude, Liebe und Hoffnung. Sei offen dafür aus dir heraus alles Licht in die Welt strömen zu lassen. Entzünde dein Feuer! Und wenn es noch niemand sieht, dann zweifle nicht an seiner Existenz. Du hütest deine Flamme im Vertrauen. Lasse sie wachsen und Menschen werden die Flamme nicht nur sehen, sondern ihre Flamme an deiner entzünden können.

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One comment on “[Impulse/Reisen] Inspiration aus Rom: Mein Heim - mein Tempel. (Zusatzartikel)”

  1. Ein wunderschöner Artikel, dessen Inhalt ich nur zu gut bestätigen und nachvollziehen kann, denn auch mir ist mein Heim mein Rückzugsort und Tempel der Ruhe und des Friedens 🙂

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