[Impulse] Idylle - Einheit von Mensch und Natur

19. Mai 2019

„Wie liegt die Welt so frisch und tauig
Vor mir im Morgensonnenschein.
Entzückt vom hohen Hügel schau ich
Ins frühlingsgrüne Tal hinein.


Mit allen Kreaturen bin ich
In schönster Seelenharmonie.
Wir sind verwandt, ich fühl‘ es innig,
Und eben darum lieb ich sie.


Und wir auch mal der Himmel grauer:
Wer voll Vertrau’n die Welt besieht,
Den freut es, wenn ein Regenschauer
Mit Sturm und Blitz vorüberzieht.“

~ Vertrauen, von Wilhelm Busch

Idylle, wie ist sie ein Ausdruck einer höheren Einheit von Mensch und Natur! 

So viel Grün zu sehen wirkt genauso beruhigend, wie es die Sinne schärft und den Geist entfaltet. Dazwischen ein liebevolles Häuschen, das sich seinen Platz in der gewaltigen Landschaft verdient hat.

Das Häuschen als Ort, der die Schönheit und Bedeutung dieses Ortes zelebriert. Als Ort der lebendigen Interaktion zwischen Mensch und Natur, zum Wirken. Ein Garten zum Selbstversorgen, ein Fußweg hin für Besuch, der kommen möchte. Ein kleiner Ort der Zusammenkunft von allem. 

So sieht für mich ein Idyll aus, das mich in höchstem Maße dazu befähigt in tiefer Freude und Konzentration zu schaffen. 

Als Tourist ein Idyll aufzusuchen ist gang und gebe. Sich aber ein Idyll selbst zu schaffen, um einen eigenen, natürlichen Kraftort zu haben, ist rar geworden. 

Woran liegt das? Unterschätzen wir unsere Zugehörigkeit zur Natur? Unterschätzen wir die Kraft, die ein Ort spenden kann? Oder gehen wir einfach davon aus, dass es nicht genug solcher Orte gibt und es auch zu schwierig ist sie selbst zu schaffen? 

Ich kenne nur wenige (aber immer mehr), die sich um Kraft zu schöpfen in die Natur begeben und noch weniger, die sich ein Idyll erschaffen haben. Wir sollten einfach nicht vergessen, dass wir das können! Und dass wir es vielleicht auch brauchen, öfter als nur mal bei einem Ausflug (um dann in ein Alltagswohnen zurückzukommen, das uns nicht annähernd die gleiche Freude bereitet). Unser gesunder oder gesundender und vor allem unser kreativer, also schöpferischer Geist braucht Ruhe und Muße, braucht ein Wohlgefühl, braucht Inspiration, Vogelgezwitscher, grüne Blätter und freie Sicht. Ich verstehe, dass das zum gegenwärtigen Zeitpunkt vielen Menschen auf der Welt nicht möglich ist (und daran können wir alle etwas ändern!). 

Doch es hat Zeiten gegeben, als es möglich war und wir haben uns und anderen viel kaputt gemacht. Und vielleicht hilft die Rückbesinnung auf etwas Einfaches wie ein persönliches Idyll auch dabei, zum Guten in der Welt zurückzufinden, sich selbst und anderen etwas schönes erschaffen zu wollen, einen Ort des Friedens und der Liebe. Sich im Kleinen mit allem verbunden fühlen. 

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